• MUSKELAUFBAUMITSYSTEM

Muskelwachstum und die Funktionen der einzelnen Muskeln

 

Das Muskelwachstum funktioniert nach physiologischen Grundsätzen. Die Muskelanatomie spielt dabei eine zentrale Rolle. Mit dem Begriff Muskelaufbau wird eine Steigerung der Muskelmasse oder Muskelquerschnittsvergrößerung bezeichnet. Der wissenschaftliche Begriff für diesen Vorgang lautet muskuläre Hypertrophie.

Diese Querschnittsvergrößerung wird durch zwei verschiedene Mechanismen erreicht. Man unterscheidet zwischen sarkomere Hypertrophie und sarkoplasmatische Hypertrophie. Die sarkomere Hypertrophie entsteht bei intensiven Belastungen, die auf den Muskel einwirken.

Die sarkoplasmatische Hypertrophie wird durch die Zunahme intrazellulärer Flüssigkeiten in den Muskelzellen geprägt. Ein klassisches Hypertrophietraining ist das Bodybuilding.

 

Muskeln - Die kontraktilen Organe

Dadurch das Muskeln die Fähigkeit besitzen, dass sie sich zusammenziehen und wieder entspannen können werden sie als kontraktive Organe bezeichnet. Durch diesen Vorgang werden bewusst ablaufende Bewegungen sowie unbewusst im Inneren des Körpers ablaufende Funktionen gesteuert.

Die Muskulatur besteht aus der Gesamtheit der Muskeln und wird in glatte und quergestreifte Muskulatur unterteilt. Innerhalb der Muskulatur bilden die Muskelfasern, die auch als Myozyten oder Muskelfaserzellen bezeichnet werden, die zelluläre Basiseinheit.

 

Wie funktionieren Muskeln?

Muskeln sind mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet und können sich beim Zusammenziehen verkürzen, verdicken und verhärten. Für die komplexen Vorgänge werden biochemische Treibstoffe in Form von Eiweißmolekülen benötigt. Abhängig von der jeweiligen Belastung wird zwischen verschiedenen Kontraktionsformen unterschieden.

Bei gleichbleibender Muskelspannung entsteht eine isotonische Kontraktion, während eine isometrische Kontraktion durch eine höhere Muskelspannung ausgelöst wird.

 

 

Es gibt 650 verschiedene Muskeln

Es gibt im menschlichen Organismus 650 verschiedene Muskeln, die sich in Form, Größe, Funktion und ihren anatomischen Aufbau voneinander unterscheiden.

Man unterscheidet zwischen: 

  • mehrköpfigen Muskeln
  • platten Muskeln
  • ringförmigen Muskeln
  • federförmigen Muskeln
  • Muskeln mit mehreren Bäuchen

 

Bei jeder Muskel-Kontraktion wird Energie verbraucht. Wenn du abnehmen willst musst du mehr Energie verbrauchen als zuführen. Damit die Muskeln leistungsfähig bleiben und sich nicht zurückbilden, solltest du regelmäßig trainieren, da sich untrainierte Muskeln zurückbilden.

Der Muskelaufbau ist wichtig, um die Kondition zu stärken und fit zu bleiben. Der Muskelwachstum findet aber nicht während des Trainings statt, sondern erst in der darauffolgenden Erholungsphase.

Für den Muskelaufbau ist auch eine angemessen Regenerationszeit erforderlich. Der positive Effekt fällt auch dann geringer aus, wenn die Erholungszeit zu lang ist.

 

Welche Arten von Muskeln gibt es?

Man unterscheidet zwischen 3 Arten von Muskeln:

  • Skelettmuskulatur
  • Herzmuskulatur
  • glatte Muskulatur

Für die Bewegung des Körpers ist die Skelettmuskulatur verantwortlich. Es entstehen dabei Muskelkontraktionen durch das Ineinanderschieben von Sakomeren, der kleinsten funktionellen Einheit der Skelettmuskulatur.

Die Herzmuskulatur zählt zu den besonderen Formen des quergestreiften Muskelgewebes. Beim Herzmuskel liegt der Zellkern zentral und nicht wie bei anderen Muskeln am Rand. Der Querschnitt ist gleichzeitig bei Muskelfasern geringer. Um eine gleichmäßige Flächenkontraktion zu gewährleisten sind die Herzmuskelzellen netzförmig angeordnet.

Die glatte Muskulatur kommt in Organen und Gefäßen vor, sie ist nicht willentlich beeinflussbar.

 

Die Skelettmuskulatur

Zur Gruppe der Skelettmuskulatur, gehören Muskeln die eine aktive Bewegung des Körpers ermöglichen. Beispielsweise sind das die Zunge, der Kehlkopf oder auch das Zwerchfell. Es handelt sich dabei immer um Muskeln, bei denen eine willkürliche Steuerung möglich ist.

Der Aufgabenbereich des jeweiligen Muskel ist dabei irrelevant. Es muss sich dabei nicht unbedingt um einen Muskel handeln, der für die Bewegung des Skeletts zuständig ist. 

In erster Linie ist Relevant, ob eine bewusste Steuerung möglich ist. Die Herzmuskulatur ist demnach kein Teil der Skelettmuskulatur. Eine willkürliche Steuerung ist im Gegensatz zur Zunge oder zum Kehlkopf nicht möglich. Es haben aber trotz allem alle Skelettmuskeln gemeinsam, dass sie über Sehnen oder Faszien mit dem Skelett verbunden sind.

Es ist aber nicht notwendig, dass eine unmittelbare Verbindung besteht, da der Ansatz über mehrere Sehnen und Faszien verlaufen kann. 

Die Anatomie und der Aufbau, kann sie ja nach der Art des Muskels unterscheiden. Ein Skelettmuskel besteht aus Muskelfasern, die eine Länge bis 15 cm erreichen können. Die Fasern sind von Bindegewebe (auch Faszien genannt) umgeben. Das gilt auch für die Gesamtheit eines Skelettmuskels.

Bei der Skelletmuskulatur unterscheidet man, zwischen roten und weißen Unterkategorien. Bei den roten, handelt es sich um Muskeln mit einer typischen Rotfärbung. Diese weisen einen erhöhten Gehalt an Muskelfasern auf, wodurch die Energiegewinnung gefördert wird. Gerade bei Ausdauersportlern, spielt diese Art der Muskulatur, eine entscheidende Rolle.

Die weiße Skelettmuskulatur hingegen hat viel weniger an Muskelfasern. Dadurch können Muskeln schneller zusammenziehen, wodurch die Intensität einer Bewegung erhöht wird. Dem zu Folge ist der weiße Teil der Skelettmuskulatur für Kraftsportler beim Muskelwachstum von hoher Bedeutung. 

 

Die Skelettmuskulatur hat hauptsächlich die Aufgabe, den Körper aufrecht zu halten und für eine ständige Anspannung zu sorgen. Auch eine Aufgabe der Skelettmuskulatur ist die kontrollierte Energieversorgung des Körpers.

 

Die Herzmuskulatur

Die Herzmuskulatur kommt nur in der Region des Herzens vor und ist eine bestimmte Form von Muskeln. Sie bildet dabei einen großen Teil der Wand des menschlichen Herzens. Es handelt sich bei der Muskulatur, um nicht willkürliche Muskeln. Der Herzmuskel arbeitet ohne das die Aufmerksamkeit des Menschen erforderlich ist.

Der Herzmuskel permanent dafür, dass Blut durch den Körper gepumpt wird und das ohne merkbare Anstrengung. Zuständig für diese Funktion sind die Kontraktionen. Dadurch übernimmt die Herzmuskulatur, lebenswichtige Aufgaben.

Der Herzmuskel unterscheidet sich von der glatten und der quergestreiften Muskulatur. Er verfügt jedoch über Eigenschaften, die bei beiden vorkommen. Der Herzmuskel stellt eine eigene Form dar. Der Aufbau ist ähnlich der quergestreiften Muskulatur.

Der Muskeln und die einzelnen Fasern sind von einer Schutzhülle umgeben, die sich Membran nennt. Innerhalb des Muskels befinden sich Proteine, diese ermöglichen erst überhaupt das sich die Muskulatur zusammenziehen kann.

Hauptaufgabe des Herzmuskels, ist das pumpen vom Blut durch den ganzen Körper und jede einzelne Zelle mit Sauerstoff zu versorgen.

 

 

Die glatte Muskulatur

Die glatte Muskulatur ist eine Muskulaturart, die sich nicht willkürlich steuern lässt. Sie hat Einfluss auf die Funktion und Form der inneren Organe. Glatte Muskulatur wird sie deshalb genannt, da die querstreifung des Muskelgewebes fehlt. Typisch für die glatte Muskulatur, sind schmale, längliche Muskelzellen, die über keinerlei Querstreifung verfügen.

Die glatte Muskulatur, unterscheidet man in zwei verschiedenen Formen, dabei handelt es sich um den Single-Unit-Typ und dem Multi-Unit-Typ. Diese unterscheiden sich in ihrer Struktur und Funktion.

Die glatte Muskulatur, ist vom menschlichen Körper nicht zu kontrollieren. Sie hat die Aufgabe, lebenswichtige Abläufe des Organismus zu übernehmen. Es zählen dazu, die Pumpbewegungen des Herzens, die Verdauung oder auch das aufstellen von feinen Härchen an der Hautoberfläche.

Die glatte Muskulatur, kann sich erheblich stärker verkürzen, als die Skelettmuskulatur, was aber wiederum mehr Aufwand bedeutet. 

 

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